Frische Küche für Zara

Eine große Herausforderung ist die Ernährung Zaras. Wir wollen sie nicht mit Industriemüll oder Fertignahrung füttern, sondern wie bei Liz mit frischem Fleisch und möglichst vielen Bioprodukten gesund und artgerecht ernähren. Liz kann dies aufgrund ihrer Erfahrung quasi aus dem Ärmel schütteln, sowohl was die Zutaten angeht, als auch die Menge und die Verteilung der Produkte während der Woche.
Für mich heißt es, sich informieren und einen Überblick verschaffen. „Barf“en – Biologically appropriate raw food“, was im Deutschen mit „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ übersetzt wird – oder eine Ernährungsmethode, die dem Barfen sehr nahe kommt, ist nicht einfach. Durch die individuelle Zusammenstellung des Futters für Zara muss gesichert sein, dass alle Nährstoffe richtig dosiert dem Hund zur Verfügung gestellt sowie Magen- und Darmprobleme verhindert werden.
Gibt man das Wort „barfen“ als Suchbegriff ein, findet man vor allem Hersteller, die Tiefkühlfleisch verkaufen möchten und wenig fundierte Information anbieten. Fast alle Webseiten, die auf den ersten Eindruck Informationen versprechen, verweisen schließlich auf ein Buch, das man kaufen kann oder Beratungsmodelle, die man bezahlen muss. Heimtiere sind  ein großer kommerzieller Markt.

Schließlich habe ich einige Hinweise von Liz erhalten und auch selbst ein paar interessante Seiten gefunden, die ich in diesem Blog noch gesondert auflisten werde.

Was und wie viel wird gefüttert:

Einig sind sich fast alle Empfehlungen, dass  die Futtermenge eines  erwachsenen Hundes zwischen 2 und 4 Prozent seines Körpergewichts, verteilt auf eine Mahlzeit morgens und eine Abends betragen sollte. Gefüttert wird außer Schwein alles roh und das Gemüse wird püriert. Das Verhältnis von Fleisch/Fisch zu Gemüse/Obst liegt zwischen 80/70 zu 20/30 Prozent. Kohlenhydrate kann man zufüttern, muss man aber nicht.

So habe ich nun Zaras Ernähungsplan wie folgt zusammengesetzt:
Morgens bekommt sie eine Hand voll Trockenfutter ohne Getreide.  Eine typische Woche sieht ungefähr so aus:
Montags: Herz- und Muskelfleisch mit Fett, Gemüse/Obstmix und Hirse mit Fleischbrühe
Dienstags: Fleischknochen
Mittwochs: Herz- und Muskelfleisch mit Fett, Gemüse/Obstmix und Quinoa mit Fleischbrühe
Donnerstag: Fleischknochen mit Haflerflocken, Rinderbrühe und Gemüse-Obstmix
Freitag: Frischer Fisch mit Gemüse
Samstag: 1/2 Hähnchen-Karkasse
Sonntag: Blättermagen

Sie bekommt regelmäßig Lebertran oder ein anderes Öl zum Fleisch und im Gemüse sind auch immer frische Kräuter. Ein- bis zweimal die Woche gibt es einen Markknochen oder einen Kong zum auslecken und ein paar Hähnchenhälse zum knabbern.

Viele Rezepte in Büchern und auch den Webseiten empfehlen jeden Tag ein Mix aus verschiedenen Fleischsorten und immer die gleichen Futtermengen. Ich finde dies zum einen nicht praktikabel, da ich in der Regel immer größere Fleischmengen einer Sorte erhalte und zum anderen auch langweilig für den Hund.

So kann ich zum Beispiel bei einem guten Metzger ein ganzes Rinderherz, Knochen und sogar Ochsenschwänze kaufen. Ein Rinderherz ist so groß, dass Zara rund 6-7 Fleischportionen davon erhält. Da ein Herz wenig Fettanteile hat, kaufe ich immer Fleisch mit Fettanteil dazu, vermische es mit dem Herzen und friere es Portionsweise ein. Das Hähnchen kaufe ich in unserem Biomarkt, es koste dort nicht mehr als eine Dose Hundefutter. Mit dem Hundegeschäft Martha und Lotte um die Ecke mache ich es mir in der Regel bezüglich Fisch und Pansen einfach und kaufe dort die 500-Gramm-Portion tiefgefroren. Als Leckerli zwsichendurch bekommt Zara getrocknete Lunge. Diese kaufe ich auch vom Metzger, koche sie im Schnellkochtopf und trockne sie dann kleingeschnitten im Backofen. Darauf steht Zara total!

All dies ist allerdings nicht in Stein gemeißelt. Ich informiere mich weiter und versuche Zaras Ernährung immer wieder zu optimieren. Ich möchte dazu beitragen, ihr ein gesundes, aktives und langes Leben zu ermöglichen.

Barfen ist übrigens umstritten und auch unser Tierarzt empfiehlt diese Ernährungsmethode nicht für Haustiere. Es gebe viele Risiken für Mensch und Tier und in der Regel sei ich als Laie nicht in der Lage die Ernährung richtig zu dosieren.  Das sehe ich anders und hoffe, dass in 10-12 Jahren Zaras Zustand der beste Beweis dafür sein wird.

So sieht eine Fleisch-Knochen-Mahlzeit aus.
Hier wird nicht Desinteresse geheuchelt…
…sondern Impulskontrolle geübt.
Aber sie weiß ja, dass sie früher oder später den Knochen bekommt.
Und dann wird er klein gemacht.
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